Hausnotruf anbieten als Apotheke: laufender Umsatz ohne eigenen Betrieb
Ihre Kunden stehen bereits bei Ihnen an der Theke – Senioren, pflegende Angehörige, Menschen mit Pflegegrad. Als Apotheke können Sie Hausnotruf als eigenes Angebot führen, ohne Leitstelle, Lager oder Abrechnungsabteilung. Dieser Ratgeber zeigt, warum sich das lohnt und wie der Einstieg praktisch abläuft.
Einstieg besprechen Direkt zum AblaufWarum der Hausnotruf in die Apotheke gehört
Kaum eine Branche hat so viel täglichen Kontakt zur Hausnotruf-Zielgruppe wie die Apotheke. Entscheidend ist aber ein zweiter Punkt: Viele Ihrer Kunden versorgen sich früher oder später ohnehin mit einem Hausnotruf – die Frage ist nur, bei wem. Bestellt Ihr Stammkunde bei einem überregionalen Online-Anbieter, entsteht dort ein monatlicher Vertrag, und häufig folgen weitere Versorgungen wie Pflegehilfsmittel gleich mit. Wer den Hausnotruf liefert, hält den monatlichen Kundenkontakt. Bietet die Apotheke ihn selbst an, bleibt genau dieser Kontakt im Haus.
Wiederkehrender Erlös
Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse 32,13 € pro Monat für die Grundversorgung – je aktiver Versorgung, Monat für Monat. Auch Kunden ohne Pflegegrad lassen sich versorgen, privat abgerechnet.
Kundenbindung unter Ihrer Marke
Antragsstrecke und Kommunikation laufen im White-Label-Modell unter dem Namen Ihrer Apotheke. Der Patientenkontakt bleibt bei Ihnen – inklusive Anschluss für Empfehlungen und Folgeversorgungen.
Kein eigener Betrieb
eKV, Leitstelle inklusive An- und Abmeldung, Geräteversand, Retoure inklusive Reinigung und GKV-Abrechnung laufen zentral über die Plattform – so läuft die Versorgung.
So funktioniert es im Alltag: QR-Code statt Lager
Der Aufwand am HV-Tisch ist bewusst minimal. Ein Aufsteller oder eine Mitgabekarte mit QR-Code führt auf Ihre eigene, gebrandete Antragsstrecke. Ihr Kunde – oder Tochter und Sohn – beantragt den Hausnotruf von zu Hause aus, digital mit e-Signatur. Danach übernimmt die Plattform: eKV bei der Pflegekasse, Geräteversand, Leitstellen-Anmeldung.
Gerade der Weg über Angehörige ist stark: Die Entscheidung für einen Hausnotruf treffen oft nicht die Betroffenen selbst, sondern deren Kinder. Eine Karte zum Mitgeben erreicht genau diese Zielgruppe, ohne dass Ihr Team etwas erklären muss. Wie eine solche Strecke aus Kundensicht aussieht, zeigt unsere Demo-Antragsstrecke.
Viele Zugangswege. Ein zentraler Prozess.
Ihr Kunde sieht den QR-Code am Aufsteller, nimmt den Flyer mit oder ruft an – jeder Weg führt in dieselbe Antragsstrecke unter Ihrer Marke. Ab dort übernimmt DCO den kompletten Prozess bis zu Versorgung und GKV-Abrechnung.
Rechnen Sie selbst: Was steckt in Ihrem Kundenstamm?
Zwei Angaben genügen – und Sie sehen, welches wiederkehrende Abrechnungsvolumen im Hausnotruf für Ihre Apotheke erreichbar ist – ohne Lager, ohne zusätzliches Personal, ohne Technik.
Schritt 1
Liegt Ihre Präqualifizierung (PQ) bereits vor?
Schritt 2
Wie viele Kunden erreichen Sie heute schon – am HV-Tisch, im Botendienst oder als Stammkunden?
Wenn sich nur jeder Fünfte bei Ihnen einträgt:
Modellrechnung auf Basis der GKV-Vergütung von 32,13 € pro aktiver Versorgung und Monat – monatlich wiederkehrend, abzüglich der Kosten für Geräte und Dienstleistung. In Partnermodellen bleiben davon rund 11,50 € netto Gewinn je Versorgung und Monat.
Zusätzlich – ohne eigenen Aufwand:
Und: Der Hausnotruf ist vom PNOG-Referentenentwurf nicht erfasst – die monatliche Pauschale bleibt ein planbares Standbein, während die Pauschalen für Verbrauchshilfsmittel zur Diskussion stehen.
Voraussetzungen: Präqualifizierung und Vertrag
Für die Abrechnung mit den Pflegekassen brauchen Apotheken eine Präqualifizierung für den entsprechenden Versorgungsbereich und ein Institutionskennzeichen. Viele Apotheken sind für Hilfsmittel bereits präqualifiziert – dann geht es nur um die Erweiterung des Versorgungsbereichs. Die Details erklärt unser PQ-Ratgeber. Dazu kommt der Beitritt zu einem GKV-Vertrag – statt eigener Verhandlungen treten Sie einem bestehenden Vertrag bei.
In fünf Schritten zum eigenen Hausnotruf-Angebot
PQ prüfen oder erweitern
Bestehende Präqualifizierung um den Versorgungsbereich Hausnotruf erweitern; Institutionskennzeichen liegt in der Regel vor.
GKV-Vertrag beitreten
Beitritt zu einem bestehenden Vertrag statt eigener Vertragsverhandlungen – begleitet über die Plattform.
White-Label-Strecke einrichten
Antragsstrecke in Ihrem Design, dazu QR-Material für Theke, Kassenbon und Mitgabekarten.
Empfehlen im Alltag
Ihr Team verweist auf den QR-Code – Antrag und e-Signatur passieren digital, von überall.
Laufender Betrieb ohne To-dos
eKV, Leitstelle, Versand, Retoure und GKV-Abrechnung laufen zentral; den Stand sehen Sie jederzeit über konfigurierbare KPIs.
Woran es sonst scheitert – und wie nicht
Die typischen Hürden im Hausnotruf-Geschäft sind Genehmigungen und Absetzungen. Im Segment liegt die Genehmigungsquote im Durchschnitt bei rund 50 Prozent – über die Plattform sind bis zu 82 Prozent erreichbar, durch saubere Anträge, Erfahrung und klare Kassenkommunikation. Kommt es dennoch zu Absetzungen, greift auf Wunsch das Absetzungsmanagement. Zur Einordnung: Über die Plattform laufen heute mehr als 20.000 aktive Versorgungen und über 100.000 verarbeitete Anträge; mehr als 30 Leistungserbringer arbeiten damit im Produktivbetrieb.
Häufige Fragen von Apotheken
Dürfen Apotheken einen Hausnotruf anbieten?
Ja. Voraussetzung sind eine Präqualifizierung für den Versorgungsbereich, ein Institutionskennzeichen und der Beitritt zu einem GKV-Vertrag. Viele Apotheken sind bereits präqualifiziert und erweitern nur den Versorgungsbereich.
Was verdient eine Apotheke am Hausnotruf?
Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse 32,13 € pro Monat für die Grundversorgung – je aktiver Versorgung, wiederkehrend. Nach Abzug von Geräte- und Dienstleistungskosten bleiben in Partnermodellen rund 11,50 € netto Gewinn je Versorgung und Monat bei Ihnen. Kunden ohne Pflegegrad können privat versorgt werden.
Wie hoch ist der Aufwand im Apothekenalltag?
Minimal. Die Empfehlung erfolgt per QR-Code auf die eigene Antragsstrecke; Antrag und e-Signatur laufen digital. eKV, Leitstelle, Versand, Retoure und GKV-Abrechnung übernimmt die Plattform.
Brauchen wir Geräte, Lager oder Techniker?
Nein. Geräteversand und Retoure inklusive Reinigung laufen zentral; die 24/7-Leitstelle ist angebunden, inklusive An- und Abmeldung.
Bleibt der Kunde Kunde der Apotheke?
Ja. Im White-Label-Modell laufen Antragsstrecke und Kommunikation unter Ihrer Marke. Der Patientenkontakt bleibt bei Ihnen – inklusive der Chance auf Folgeversorgungen und Empfehlungen.
Ich betreibe eine Apotheke und möchte Hausnotruf anbieten – wo fange ich an?
Mit einem Blick auf Ihren Kundenbestand: Wer bereits Pflegehilfsmittel bezieht, erfüllt häufig auch die Voraussetzungen für einen Hausnotruf. Danach folgen Präqualifizierungs-Check, Vertragsbeitritt und die Einrichtung Ihrer White-Label-Antragsstrecke mit QR-Code für den HV-Tisch. Den laufenden Betrieb – eKV, Versand, Leitstelle, Abrechnung – übernimmt DCO im Hintergrund.
Hausnotruf-Angebot für Ihre Apotheke aufsetzen
Wir zeigen Ihnen die Antragsstrecke in Ihrem Design, den Weg zur Präqualifizierung und die Abläufe dahinter – von der einzelnen Apotheke bis zum Filialverbund.
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