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Wissen · Für Leistungserbringer · Stand: 13. August 2026

Abrechnungssoftware für Leistungserbringer: Was ein System für Auftragsabwicklung, Genehmigung und Kassenabrechnung können muss

Pflegedienst, Betreuungsdienst, Sanitätshaus oder ambulanter Dienst: Wer Hilfsmittel zulasten der Kassen abgibt, braucht mehr als ein Abrechnungsprogramm. Hier steht, welche Bausteine ein System wirklich abdecken muss, wo der Unterschied zwischen ERP und Abrechnungssoftware liegt und was die GKV-Abrechnung pro Datensatz kostet.

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Die Frage kommt bei uns fast wöchentlich, in wechselnder Formulierung: „Welche Software brauche ich, um Aufträge, Genehmigungen und die Abrechnung mit den Krankenkassen in den Griff zu bekommen?“ Dahinter steckt selten ein reines Abrechnungsproblem. Wer sie stellt, hat meistens schon drei Systeme im Einsatz, die nicht miteinander sprechen — eine Kundenverwaltung, irgendein Genehmigungs-Workflow per Mail oder Fax und am Ende eine Abrechnungsdatei, die jemand von Hand zusammenstellt.

Dieser Beitrag beschreibt, welche Funktionen zusammengehören, und ordnet die Begriffe ein, die im Markt durcheinandergehen. Wer die Kurzfassung sucht: Die Software ist nicht das Problem, die Brüche zwischen den Schritten sind es.

Was ein System für Leistungserbringer abdecken muss

Auftragsabwicklung

Vom ersten Kontakt über den Antrag bis zur Versorgung: Stammdaten, Versichertennummer, Kostenträger, Status. Ohne saubere Auftragsdaten scheitert jeder spätere Schritt.

Digitaler Antrag mit eSignatur

Papier ist der häufigste Grund für Rückläufer. Eine digitale Antragsstrecke mit rechtssicherer Unterschrift bringt vollständige Datensätze in den Prozess.

eKV und Kassenkommunikation

Der elektronische Kostenvoranschlag geht an die Kasse, die Antwort kommt zurück, der Status muss im System landen. Genehmigt, teilgenehmigt, abgelehnt, Rückläufer.

Bestand und Logistik

Welches Gerät ist bei welchem Versicherten, seit wann, mit welchem Status. Ohne Bestandsführung wird die Rückholung zum Blindflug.

GKV-Abrechnung

Aus den geprüften Datensätzen entstehen die Abrechnungsdaten, die über die Vertragswege an die Kostenträger gehen — nachverfolgbar bis zum Zahlungseingang.

Absetzungen

Ein Teil der Positionen kommt gekürzt zurück. Wer die Absetzungen nicht systematisch aufarbeitet, verschenkt Umsatz, den er bereits erwirtschaftet hat.

ERP-System oder Abrechnungssoftware: Wo der Unterschied liegt

Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber zwei verschiedene Dinge. Eine Abrechnungssoftware setzt am Ende der Kette an: Sie nimmt fertige Leistungsdaten entgegen und macht daraus eine abrechenbare Datei. Ein ERP-System für Leistungserbringer bildet die gesamte Kette ab — vom Auftrag über die Genehmigung und die Gerätelogistik bis zur Abrechnung — und hält die Daten in einem einzigen Datenmodell.

Der praktische Unterschied zeigt sich bei der Fehlersuche. Wenn eine Abrechnungsposition abgesetzt wird, liegt die Ursache fast nie in der Abrechnung selbst, sondern weiter vorn: eine fehlende Genehmigung, ein falsches Datum, eine Versichertennummer mit Zahlendreher, ein Gerät, das laut Bestand längst zurück ist. In getrennten Systemen muss jemand diesen Weg manuell zurückverfolgen. In einem durchgängigen System steht die Ursache am Vorgang.

Für die Praxis heißt das: Die entscheidende Frage an einen Anbieter lautet nicht „Können Sie abrechnen?“, sondern „Wo genau bricht Ihr Prozess, und wer macht dort weiter?“ Jede Systemgrenze ist eine Stelle, an der Daten von Hand übertragen werden.

Vom Auftrag bis zum Zahlungseingang

Antrag erfassen

Digitale Antragsstrecke mit eSignatur, wahlweise unter der eigenen Marke. Pflichtfelder werden bei der Eingabe geprüft, nicht erst bei der Kasse.

Kostenvoranschlag übermitteln

Der eKV geht auf dem Weg an die Kasse, den diese Kasse unterstützt. Der Rücklauf wird automatisch dem Vorgang zugeordnet.

Versorgung auslösen

Nach der Genehmigung startet die Logistik: Gerät konfigurieren, versenden, auf die 24/7-Leitstelle aufschalten, Inbetriebnahme dokumentieren.

Laufende Dokumentation

Statuswechsel, Störungen, Adressänderungen, Kündigungen und Rückholungen laufen auf denselben Vorgang.

GKV-Abrechnung

Die geprüften Datensätze gehen monatlich über die Vertragswege an die Kostenträger. Factoring ist eingeschlossen.

Absetzungen aufarbeiten

Gekürzte Positionen werden aufgeschlüsselt, begründet und, wo möglich, nachgereicht — als optionaler Baustein.

Was die GKV-Abrechnung kostet

Für die Abrechnung gilt bei DCO Care OS ein offener Preis: ab 0,56 € pro Datensatz und Monat, inklusive Factoring. Das Absetzungsmodul ist optional zubuchbar, wenn die Aufarbeitung der Kürzungen mit abgegeben werden soll.

Der Preis pro Datensatz ist im Hilfsmittelbereich die übliche Rechengröße, weil er unabhängig von der Betriebsgröße vergleichbar bleibt. Wichtig beim Vergleich von Angeboten ist, was jeweils enthalten ist: Läuft das Factoring mit oder wird es separat berechnet? Ist die Absetzungsbearbeitung Teil des Preises oder ein eigenes Paket? Fallen zusätzlich Kosten für die Softwarenutzung, für Schnittstellen oder pro Nutzer an?

Details zu Umfang und Ablauf stehen auf der Seite Hausnotruf-Abrechnung, die Aufarbeitung der Kürzungen unter Absetzungsmanagement.

Cloud-Software oder lokale Installation?

Für ambulante Dienste, die im Außendienst arbeiten, ist die Antwort in der Praxis meistens die Cloud — nicht aus Prinzip, sondern weil drei Anforderungen sonst schwer zu erfüllen sind. Erstens braucht der Außendienst Zugriff auf denselben Datenstand wie das Büro, sonst entstehen zwei Wahrheiten. Zweitens verlangt die Kassenkommunikation regelmäßige Aktualisierungen, weil sich Verfahren und Formate ändern; lokal installierte Programme hinken hier fast immer hinterher. Drittens ist die digitale Unterschrift beim Versicherten zu Hause ohne Online-Zugriff nicht sinnvoll umzusetzen.

Was dagegen unabhängig vom Betriebsmodell zu klären ist: Wo liegen die Daten, wer hat Zugriff, wie sieht der Auftragsverarbeitungsvertrag aus und wie kommt man an die eigenen Daten heran, wenn man den Anbieter wechseln will. Diese Fragen sollte man vor dem Vertrag stellen, nicht danach.

Schnittstellen, Privatabrechnung und API

Kein Leistungserbringer ersetzt seine gesamte Systemlandschaft auf einmal. Deshalb ist die Anschlussfähigkeit oft wichtiger als der Funktionsumfang. Relevant sind vor allem drei Richtungen: die Übernahme von Aufträgen aus einer bestehenden Vertriebs- oder Leadquelle, die Rückgabe von Status- und Genehmigungsdaten in ein führendes System und die Übergabe von Abrechnungsdaten — gesetzlich wie privat.

Privatabrechnung wird häufig unterschätzt. Selbstzahleranteile, Zuzahlungen und Leistungen ohne Kassenbeteiligung laufen bei vielen Anbietern neben dem eigentlichen System her und werden am Monatsende von Hand zusammengesucht. Sinnvoll ist, sie über dieselbe Schnittstelle zu führen wie die gesetzliche Abrechnung, damit ein Vorgang nicht in zwei Welten existiert. Welche Schnittstellen DCO Care OS bereitstellt, steht unter API und Schnittstellen.

Was DCO Care OS in dieser Kette übernimmt

DCO Care OS ist als durchgängige Plattform für Leistungserbringer gebaut: digitaler Antrag mit eSignatur, eKV und Kassenkommunikation, Geräte und Logistik herstellerunabhängig, 24/7-Leitstelle, GKV-Abrechnung und die dazugehörige Dokumentation. Über die Plattform sind bereits mehr als 100.000 Hausnotruf-Anträge digital bearbeitet worden.

Für wen das gebaut ist, steht ausführlicher auf den Seiten für Pflegedienste und für Sanitätshäuser. Wer noch am Anfang steht und zuerst die Zulassung klären muss, findet den Weg dorthin unter Präqualifizierung im Hausnotruf.

Häufige Fragen

Welche Abrechnungssoftware brauche ich als Pflegedienst, wenn ich Hausnotruf anbieten will?

Eine reine Abrechnungssoftware reicht in der Regel nicht. Für die Abgabe von Hausnotrufsystemen zulasten der Kassen müssen Antrag, elektronischer Kostenvoranschlag, Gerätebestand und Abrechnung zusammenhängen. Praktikabel ist entweder ein System, das alle vier Bereiche abdeckt, oder eine bestehende Pflegesoftware mit einer belastbaren Schnittstelle zu einer Plattform, die den Hilfsmittelteil übernimmt.

Gibt es ein ERP-System für Leistungserbringer, das Genehmigung und Abrechnung zusammen abbildet?

Ja. Genau das unterscheidet ein ERP-System von einem Abrechnungsprogramm: Der Genehmigungsstatus aus dem eKV, der Gerätebestand und die Abrechnungsposition hängen am selben Vorgang. Der Nutzen zeigt sich bei Absetzungen, weil sich die Ursache dann bis zur Genehmigung zurückverfolgen lässt, ohne zwischen Systemen zu wechseln.

Was kostet die GKV-Abrechnung pro Datensatz?

Bei DCO Care OS ab 0,56 € pro Datensatz und Monat, inklusive Factoring. Das Absetzungsmodul ist optional zubuchbar. Beim Vergleich von Angeboten lohnt der Blick darauf, ob Factoring und Absetzungsbearbeitung enthalten sind oder separat berechnet werden.

Brauche ich eine Cloud-Lösung oder reicht ein lokales Abrechnungsprogramm?

Für ambulante Dienste spricht in der Praxis vieles für die Cloud: Außendienst und Büro arbeiten auf demselben Datenstand, Änderungen an den Kassenverfahren kommen ohne eigenen Update-Aufwand an, und die digitale Unterschrift beim Versicherten ist ohne Online-Zugriff kaum umsetzbar. Zu klären sind unabhängig davon Datenstandort, Auftragsverarbeitung und der Datenexport bei einem Anbieterwechsel.

Kann ich die Privatabrechnung über eine API anbinden?

Ja. Sinnvoll ist, Selbstzahleranteile und Leistungen ohne Kassenbeteiligung über dieselbe Schnittstelle zu führen wie die gesetzliche Abrechnung. Sonst existiert derselbe Vorgang in zwei Systemen und muss am Monatsende manuell zusammengeführt werden.

Wie kommen die Daten aus meinem System in die Abrechnung?

Über eine Schnittstelle oder über die Erfassung in der Plattform selbst. Entscheidend ist die Prüfung davor: Vollständigkeit der Stammdaten, gültige Genehmigung, passender Zeitraum, korrekter Gerätestatus. Die geprüften Datensätze gehen anschließend über die Vertragswege an die Kostenträger und lassen sich bis zum Zahlungseingang nachverfolgen.

Was passiert bei einer Absetzung?

Die gekürzte Position wird aufgeschlüsselt, der Grund dem Vorgang zugeordnet und geprüft, ob sich der Fehler beheben und die Leistung nachreichen lässt. Häufige Ursachen sind fehlende oder abgelaufene Genehmigungen, Abweichungen beim Versorgungszeitraum und Bestandsdifferenzen. Diese Aufarbeitung ist bei DCO Care OS als optionaler Baustein buchbar.

Ich betreibe einen ambulanten Dienst und suche eine Cloud-Software für Auftragsabwicklung, Genehmigungen und Kassenanbindung. Worauf muss ich achten?

Auf drei Punkte. Erstens Durchgängigkeit: Antrag, Genehmigung, Bestand und Abrechnung sollten am selben Vorgang hängen, sonst entstehen manuelle Übergaben. Zweitens Kassenkommunikation: Es muss der Übermittlungsweg unterstützt werden, den die jeweilige Kasse tatsächlich nutzt. Drittens Anschlussfähigkeit: Eine dokumentierte Schnittstelle für bestehende Systeme und für den Datenexport bei einem Wechsel. Der Preis pro Datensatz ist erst danach relevant.

Sie wollen die Kette nicht selbst zusammenbauen.

Antrag, eKV, Geräte und Logistik, 24/7-Leitstelle und GKV-Abrechnung aus einer Hand — für Pflegedienste, Sanitätshäuser, ambulante Dienste und Care-Unternehmen.

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