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Ratgeber · Hausnotruf anbieten

Hausnotruf anbieten als Pflegedienst oder Sanitätshaus: der realistische Weg ins Geschäft

Sie haben den Kundenzugang – Ihren Endkunden fehlt oft nur der Anstoß. Als Pflegedienst oder Sanitätshaus können Sie Hausnotruf als eigenes Angebot aufbauen, ohne Leitstelle, Lager oder Abrechnungsabteilung aufzubauen. Dieser Ratgeber zeigt die Voraussetzungen, den Ablauf und die typischen Stolpersteine.

Einstieg besprechen Direkt zum Ablauf
Die Kurzantwort: Mit Präqualifizierung, einer White-Label-Antragsstrecke und einem Partner für eKV, Leitstelle, Versand und GKV-Abrechnung sind Pflegedienste und Sanitätshäuser in rund 90 Tagen startklar. Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse 32,13 € pro Monat für die Grundversorgung.

Warum sich der Einstieg lohnt

Hausnotruf ist wiederkehrendes Geschäft: Statt einer einmaligen Versorgung entsteht ein monatlicher Erlös pro Endkunde – mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse 32,13 € pro Monat für die Grundversorgung. Gleichzeitig wächst die Nachfrage: Immer mehr Menschen wollen so lange wie möglich zu Hause leben, und mobile Geräte mit GPS erweitern die Zielgruppe über die klassische Wohnung hinaus. Dazu kommt das Selbstzahler-Segment: Auch Kunden ohne Pflegegrad lassen sich versorgen – privat abgerechnet, mit denselben Prozessen.

Was Sie bereits mitbringen

Als Pflegedienst

Tägliche Präsenz beim Endkunden, eine gewachsene Vertrauensposition und kurze Wege zur Empfehlung: Ihre Mitarbeitenden sehen im Alltag als Erste, wann ein Notrufsystem sinnvoll ist – und werden gefragt, was sie empfehlen.

Als Sanitätshaus

Erfahrung mit Hilfsmitteln und Kassenprozessen, häufig bereits eine Präqualifizierung in angrenzenden Versorgungsbereichen – und Laufkundschaft, die exakt zur Zielgruppe gehört.

Voraussetzung: die Präqualifizierung

Wer Hausnotruf zulasten der Pflegekassen abgeben will, braucht eine Präqualifizierung für den entsprechenden Versorgungsbereich. Der Nachweis ist gut planbar und oft schneller erledigt als gedacht – die Details zeigen die Ratgeber Präqualifizierung für Pflegedienste und Präqualifizierung für Sanitätshäuser.

Der Ablauf in der Praxis

1. Antrag über Ihre White-Label-Strecke

Ihr Endkunde beantragt den Hausnotruf online unter Ihrer Marke – inklusive e-Signatur. Wie das aussieht, zeigt Hausnotruf White Label.

2. eKV an die Pflegekasse

Aus dem Antrag entsteht automatisch der elektronische Kostenvoranschlag und geht direkt an die Kasse – Details unter eKV für den Hausnotruf.

3. Begrüßungsanruf

Der Endkunde wird begrüßt, Daten und Notfallkontakte werden geprüft – das senkt Rückfragen und Retouren.

4. Leitstellen-Anmeldung

Das Gerät wird an einer 24/7-Leitstelle an- und später wieder abgemeldet – ohne dass Sie eine eigene Leitstelle betreiben.

5. Geräteversand

Fertig konfigurierte Geräte gehen direkt an den Endkunden – mehr unter Geräte & Versand.

6. GKV-Abrechnung

Die Datensätze gehen an die Abrechnung – ab 0,56 € pro Datensatz und Monat, inklusive Factoring. Details: GKV-Abrechnung.

7. Retoure inkl. Reinigung

Endet eine Versorgung, läuft die Rückholung inklusive Reinigung und Wiedereinsatz des Geräts zentral.

Ihr Kundenbestand ist das eigentliche Kapital

Viele Endkunden versorgen sich früher oder später ohnehin mit einem Hausnotruf – die Frage ist nur, bei wem. Bestellt Ihr Kunde bei einem überregionalen Online-Anbieter, entsteht dort ein monatlicher Vertrag, und häufig folgen weitere Versorgungen gleich mit. Wer den Hausnotruf liefert, hält den monatlichen Kundenkontakt – bieten Sie ihn selbst an, bleibt dieser Kontakt bei Ihnen. Im Alltag reicht dafür ein QR-Code auf die eigene White-Label-Antragsstrecke: am Empfang, auf dem Lieferschein oder als Mitgabekarte für Angehörige. Der Antrag passiert digital mit e-Signatur, von überall. Wie derselbe Ansatz in der Offizin funktioniert, zeigt unser Ratgeber für Apotheken.

Typische Stolpersteine ab 500 Versorgungen

Der Einstieg gelingt vielen – das Wachstum wird zur eigentlichen Hürde. Ab etwa 500 Versorgungen häufen sich Absetzungen der Kassen, der Retouren- und Wiedereinsatzkreislauf wird aufwendig, und manuelle Fehler nehmen zu. Wer hier ohne Systematik arbeitet, verliert Marge genau dann, wenn das Geschäft eigentlich läuft. Wie Sie Kürzungen strukturiert bearbeiten und dauerhaft senken, zeigt das Absetzungsmanagement von DCO.

In 90 Tagen startklar

Von der ersten Abstimmung bis zur ersten laufenden Versorgung vergehen in der Praxis rund 90 Tage – inklusive Präqualifizierung (sofern noch nicht vorhanden), Einrichtung der White-Label-Strecke und Anbindung von eKV, Leitstelle, Versand und GKV-Abrechnung. Mehr als 30 Leistungserbringer arbeiten bereits auf dieser Basis mit DCO.

Rechnen Sie selbst: Was steckt in Ihrem Kundenstamm?

Zwei Angaben genügen – und Sie sehen, welches wiederkehrende Abrechnungsvolumen im Hausnotruf für Ihren Pflegedienst oder Ihr Sanitätshaus erreichbar ist.

Schritt 1

Liegt Ihre Präqualifizierung (PQ) bereits vor?

Bitte auswählen – davon hängen Startzeitpunkt und Investitionskosten ab.

Schritt 2

Wie viele Klienten und Stammkunden erreichen Sie heute schon?

Klienten

Wenn sich nur jeder Fünfte bei Ihnen einträgt:

60Eintragungen
1.928 €Abrechnungsvolumen pro Monat – wiederkehrend, à 32,13 €
23.134 €aufs Jahr gerechnet

Modellrechnung auf Basis der GKV-Vergütung von 32,13 € pro aktiver Versorgung und Monat – monatlich wiederkehrend, abzüglich der Kosten für Geräte und Dienstleistung.

Zusätzlich – ohne eigenen Aufwand:

Kundenbindungder nächste Verkauf gehört IhnenKundenschutz – kein Wettbewerber in der KundenbeziehungAngehörige werden auf Sie aufmerksamOnlinepräsenz, die neue Kunden bringt

Und: Der Hausnotruf ist vom PNOG-Referentenentwurf nicht erfasst – die monatliche Pauschale bleibt ein planbares Standbein, während die Pauschalen für Verbrauchshilfsmittel zur Diskussion stehen. Gerade für Pflegedienste ist der Hausnotruf damit ein vorbereitender Schritt: ein zweites, planbares Standbein, bevor die PNOG-Regelungen greifen.

Häufige Fragen zum Einstieg

Brauche ich eine eigene Leitstelle?

Nein. Die Geräte werden über die Plattform an eine 24/7-Leitstelle angebunden – inklusive An- und Abmeldung. Sie treten gegenüber Ihrem Endkunden als Anbieter auf, ohne eine Leitstelle zu betreiben.

Muss ich Kassenverträge selbst verhandeln?

Nein. Die GKV-Abrechnung läuft über bestehende Dachverträge – ab 0,56 € pro Datensatz und Monat, inklusive Factoring.

Wie schnell kann ich starten?

In der Praxis rund 90 Tage von der ersten Abstimmung bis zur ersten laufenden Versorgung – inklusive White-Label-Strecke, eKV, Leitstelle, Versand und GKV-Abrechnung.

Kann ich unter eigener Marke anbieten?

Ja. Antragsstrecke, e-Signatur und Endkundenkommunikation laufen als White Label unter Ihrer Marke – die Prozesse dahinter übernimmt die Plattform.

Ich betreibe ein Sanitätshaus und suche eine Hausnotruf-Komplettlösung – was brauche ich?

Im Kern drei Dinge: eine Präqualifizierung für den Versorgungsbereich Hausnotruf, einen Vertragsbeitritt bei den Kassen und einen Partner für Technik und Betrieb. Über DCO Care OS erhalten Sie White-Label-Antragsstrecke, eKV, Geräteversand, 24/7-Leitstelle und GKV-Abrechnung aus einer Hand – Sie treten unter eigener Marke auf, der laufende Betrieb ist ausgelagert.

Ich leite einen Pflegedienst und möchte Hausnotruf zusätzlich anbieten – wie starte ich?

Der Start läuft in vier Schritten: Präqualifizierung prüfen bzw. erweitern, Kassenvertrag beitreten, Antragsstrecke einrichten, erste Versorgungen ausrollen. Da Ihr Pflegedienst den Kundenkontakt bereits hat, beschränkt sich der Aufwand im Alltag meist auf die Empfehlung – Antrag, eKV, Versand, Leitstelle und Abrechnung laufen zentral über die Plattform. Viele Pflegedienste sind so innerhalb von 90 Tagen produktiv.

Hausnotruf als eigenes Angebot starten?

Wir zeigen Ihnen die Strecke von Antrag bis GKV-Abrechnung – abgestimmt auf Pflegedienst oder Sanitätshaus.

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