2G-Abschaltung: Was Hausnotruf-Anbieter jetzt wissen müssen
Bis Ende 2028 schalten alle drei deutschen Netzbetreiber ihre 2G-Netze ab. Betroffen sind nicht nur alte GSM-Geräte: Auch 4G-Geräte ohne VoLTE verlieren ihre Sprach- und Notruffunktion. Wer einen Gerätebestand betreibt, sollte die Migration 2026/27 planen – nicht 2028.
Die Abschaltdaten der Netzbetreiber
Abschaltung des 2G-Netzes bis 30. Juni 2028 – angekündigt im Oktober 2024, bestätigt durch die Bundesnetzagentur.
Abschaltung der 2G-Dienste im September 2028; nur bestimmte kritische IoT-Anwendungen können nach Sondervereinbarung bis Ende 2030 weiterlaufen.
Abschaltung in der zweiten Jahreshälfte 2028 – als letzter Netzbetreiber erst am 1. Juni 2026 offiziell angekündigt.
Die VoLTE-Falle: Warum auch 4G-Geräte betroffen sein können
Die Bundesnetzagentur weist ausdrücklich darauf hin: Manche 4G-Geräte bauen Sprachverbindungen nicht über LTE auf, sondern fallen dafür ins 2G-Netz zurück. Beherrscht ein Gerät kein VoLTE (Voice over LTE), funktionieren Sprachtelefonie und Notrufe nach der 2G-Abschaltung nicht mehr – obwohl das Gerät „4G“ auf dem Datenblatt stehen hat. Für den Hausnotruf heißt das: Nicht das Etikett entscheidet, sondern Modell und Hardware-Version. Mehrere Hersteller haben Kundeninformationen mit betroffenen Modelllisten veröffentlicht – teils sind auch neuere Gerätegenerationen in frühen Hardware-Ständen dabei.
Was das für den Gerätebestand bedeutet
Rund 1,2 Millionen Menschen in Deutschland nutzen einen Hausnotruf. Wie viele Geräte davon noch über 2G funken, ist öffentlich nicht beziffert – sicher ist: Geräte aus der Zeit vor der breiten 4G-Umstellung sind strukturell betroffen, und die Hersteller empfehlen die Migration idealerweise 2026, spätestens 2027. Denn Inventur, Budget, Geräteauswahl, Pilot und Rollout brauchen bei tausenden Geräten Monate. Moderne Geräte wie das Careium Abby beherrschen VoLTE und sind damit für die Zeit nach der Abschaltung ausgelegt.
Bestandsinventur: fünf Schritte, die jetzt anstehen
Migration ohne Betriebsunterbrechung – über DCO
DCO wickelt den Gerätetausch als geordneten Prozess ab: Inventur und Priorisierung im System, neue Geräte über Miet- und Finanzierungsmodelle ohne hohe Anfangsinvestition, vorkonfigurierter Versand an den Endkunden, Ummeldung bei der Leitstelle, Rückholung des Altgeräts inklusive Wiederaufbereitung – während Verwaltung, Dokumentation und GKV-Abrechnung durchgängig weiterlaufen. Auch ein Bestand von einem anderen Anbieter lässt sich im Zuge der Migration geordnet übernehmen.
Häufige Fragen
Wann wird 2G in Deutschland abgeschaltet?
Deutsche Telekom bis 30. Juni 2028, Vodafone im September 2028 (kritische IoT-Anwendungen nach Sondervereinbarung bis Ende 2030), Telefónica/O2 in der zweiten Jahreshälfte 2028. 1&1 hat kein eigenes 2G-Netz.
Sind 4G-Hausnotrufgeräte automatisch sicher?
Nein. Geräte ohne VoLTE bauen Sprachverbindungen über das 2G-Netz auf – nach der Abschaltung funktionieren Sprach- und Notruffunktion dann nicht mehr. Entscheidend sind Modell und Hardware-Version, nicht das 4G-Etikett.
Bis wann sollten Betreiber ihre Geräte tauschen?
Hersteller empfehlen die Migration idealerweise 2026, spätestens 2027 – deutlich vor den Abschaltterminen, weil Inventur, Beschaffung, Pilotierung und Rollout bei größeren Beständen Monate brauchen.
Was passiert mit einem 2G-Gerät nach der Abschaltung?
Es kann keine Verbindung zur Leitstelle mehr aufbauen – der Notruf läuft ins Leere. Für Betreiber ist der rechtzeitige Austausch deshalb keine Komfortfrage, sondern Kern der Versorgungssicherheit.
Wie unterstützt DCO bei der 2G-Migration?
Mit dem kompletten Prozess: Inventur, Priorisierung, VoLTE-fähige Geräte über Miet- und Finanzierungsmodelle, vorkonfigurierter Versand, Leitstellen-Ummeldung, Rückholung und Wiederaufbereitung der Altgeräte – bei laufender Abrechnung.
Wir verschaffen Ihnen in einem Gespräch Klarheit über Ihren Bestand und den realistischen Migrationspfad.
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